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Nation: | Indien |
von Peter Niklas Wilson
Stand: 01.01.2024
Klarenz (eigentlich: Clarence) Barlow, geboren am 27. Dezember 1945 in Kalkutta (heute: Kolkata), englisch-portugiesischer Abstammung, wuchs als Mitglied der englischsprachigen Minderheit der westbengalischen Metropole auf. Trotz des östlichen Geburtsorts war dann auch, diesem Minoritätenstatus entsprechend, die westliche (Musik-)Kultur bestimmend für seinen musikalischen Werdegang. Schon 1949 begann er mit dem Klavierspiel; erste Kompositionsversuche datierte Barlow auf das Jahr 1957. Das Pendeln zwischen den Polen Kalkutta und Köln bestimmte die folgenden Jahre: 1961–65 betrieb Barlow naturwissenschaftliche Studien in Köln, kehrte dann nach Kalkutta zurück, wo er 1966–68 als Musiktheorie-Lehrer und Dirigent eines Madrigalchors sowie eines Jugendstreichorchesters lebte. 1968, wieder in Köln, wurde er Mitglied der Kompositionsklasse Bernd Alois Zimmermanns und studierte nach dessen Tod bis 1973 bei Karlheinz Stockhausen. Barlows erste Versuche, das Potenzial des Computers musikalisch zu nutzen, fanden 1971 statt. 1973 übersiedelte er nochmals nach Indien, um dort eine rege Konzert- und Vortragstätigkeit zu entfalten; in diese Zeit fallen auch Studien der nordindischen Gesangskunst – die erste intensive Auseinandersetzung Barlows mit der traditionellen Kultur seiner Heimat.
Seit 1975 lebte Barlow als freischaffender Komponist und Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks ...