Dimitri Borissowitsch Konyschew neigt zur Schweigsamkeit, gibt kaum Auskunft. Wohl ein Überbleibsel aus seiner Amateurzeit, als er sich der Sprachregelung übergeordneter Instanzen zu fügen hatte. Manchmal aber bricht es aus ihm heraus: "Ich habe lange auf Anerkennung warten müssen, zu viele ältere Fahrer standen in der Rangordnung vor mir. Erst 1987 bekam ich Gelegenheit, mich im Ausland auszuzeichnen", berichtet er etwas bitter und setzt fort: "Nach den ersten Auslandserfolgen konnte man mich nicht mehr übergehen, aber da hatte ich schon die Möglichkeiten erkannt, die sich einem guten Rennfahrer im Ausland bieten. Deshalb verfolgte ich den Plan, eine von der Sowjetunion aus geführte Profimannschaft zu bilden, aufmerksam. Das wäre mir am liebsten gewesen."
Als der Plan sich zerschlug, blieb Konyschew wohl oder übel Amateur, aber Ende 1988 ergriff er die Chance, bei der in San Marino angemeldeten Sportgruppe Alfa Lum Berufsfahrer zu werden. "Auch hier war ich der jüngste ...